Mittwoch, 25. Januar 2012

Viele sagen viel und wenig aus. Andere treffen Nägel auf den Kopf: Wenn Sie Klartext über den sogenannten Burnout und seine Ursachen lesen wollen, bitte sehr: voilà.

Führungsschwäche gleich mangelnde Wertschätzung und Intransparenz macht krank. Und allerdings ist es von der gestiegenen Akzeptanz seelischer Leiden hin zum Sturz in die Opferfalle auch nicht weit.

Besinnen Sie sich auf Ihre Hinterfüße! Stehen Sie auf dieselben. Dann besinnen Sie sich auf Ihre Arme. Hauen Sie auf den Tisch! Und jetzt kann sich Ihr Kopf besinnen, das zu argumentieren. In dieser Reihenfolge, wenn Sie gesund uralt werden wollen. Womit wir wieder bei Sir Nicolas Winton wären, der wird 103 als attraktiver alter Herr.
Siehe unten.

Montag, 23. Januar 2012

Sind Sie eigentlich auch der Meinung, dass es böse und gute Menschen gibt? Und Sie sehen schon, dass die Guten die sind, die immerzu arbeiten und schuften und alles richtig machen wollen, bloss keine Fehler machen, vor Langeweile sterben schließlich. Die Bösen dagegen scheffeln Geld, werden Bundespräsident und Putin und Bank-Chef oder werden berühmt in irgendsoeinem Fernseh-Camp. Die Welt ist ungerecht?

Ich bin klein, mein Herz ist rein? Arm aber glücklich? Wer Harz4 kriegt, ist guter Mensch?

Woher kommt das, dass alle Helden tot sind und Verlierer? Die Nibelungen? alle tot. Haben sie den Gral gefunden? Haben sie nicht. Der Hitler, ja gut, es gibt heute schon noch welche, die ihn für einen Helden halten: jedenfalls ist er tot und hat seine Ziele nicht erreicht. Die Geschwister Scholl, seine Opfer: ermordet, gescheitert. Helden etlicher Nachkriegs-Generationen. Klar, unvorstellbar kühn und mutig, aber wir verehren in ihnen Gescheiterte. Wir verehren Opfer. Mutter Theresa? Gilt als Heilige, aber wer, ganz ehrlich, will gerne so zölibatär leben? Kein Wunder, dass viele den Gottschalk schon für einen Helden halten und Günther Jauch. Die sehen nett aus, machen bloß Tralala, tun keinem weh, aber sind reich und berühmt UND lebendig. Wenigstens was. Lauwarm, letztlich kleinklein.

Zufällig sah ich in der ARD die Hommage an Sir Nicolas Winton. Das hat mich enorm aufgewühlt und zutiefst befriedigt. Ein lebendiger Held, wird im Mai 103.

Wir müssen uns Helden suchen, die es wert sind: heißherzig, aktionsstark, langlebig, groß im Erfolg.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Einer meiner Klienten kommentierte den vorigen Eintrag erfrischenderweise so:

#Ich finde schon, daß Sie der beste Coach Deutschlands werden. War gestern auf einem NLP Seminar, wußte nicht, um was es geht, wurde einfach nur mitgeschleppt. Gott, war der Coach langweilig und antriebslos. Sollte um die eigenen Ziele, das Potential und Selbstwert gehen. Fein. Aber wo ich bei diesen Themen ein Feuerwerk erwarte (bin durch Sie und letztendlich mich zu sehr verwöhnt) kam nur … erst eine Stunde Vorstellung, wer wir sind, wer er ist, und dann sollte man Zettel ausfüllen *schnarch
Bin nach einer Stunde gegangen.
Insofern können Sie es wie Robbie machen, denn rocken tun Sie ohne Ende! #

Juhuu, danke!!

Donnerstag, 12. Januar 2012

Robbie Williams soll gesagt haben, er wolle in diesem Jahr der größte Rock-Star der Welt werden. Und wenn er dieses Ziel nicht erreiche, dann wolle er es wenigstens nur knapp verpassen.

Das finde ich großartig formuliert, so ähnliche Sachen habe ich mir jetzt auch vorgenommen. Und siehe da: das erste Ziel ist schon verwirklicht im Sinne der sehr knappen Verfehlung: Ich habe mein Flügelchen gefunden und gekauft. Es ist kein Schiedmeyer&Söhne-, sondern ein Niendorf-Flügel. Entscheidend ist der süße Klang. Woran man wiederum sieht, dass hinter jedem Ziel eigentlich ein höheres steht. Mir ging es nicht um die Marke, sondern um den Klang.

Was sind Ihre Ziele? Welche höheren stehen dahinter? Das kriegen Sie raus, indem Sie die Frage stellen: wozu ist es gut, dieses Ziel zu erreichen. Oder auch: welches Gefühl werde ich haben, wenn ich es erreicht haben werde?

Samstag, 7. Januar 2012

Ja, was rege ich mich eigentlich so auf über die Telekom? Einfach zu sagen: ich fühle mich in meiner Freiheit eingeschränkt.

"Achjeh", hätte jetzt einer gesagt, der in DDR-Bautzen wegen Republikflucht eingesperrt war "gibt es nichts Wichtigeres bei Ihnen?". Oder WeiWei in China könnte auch sagen: "Naja, bei aller Freundschaft: schauen Sie den Unfreiheits-Schlamassel hier an!" Und Michail Chodorkowski würde sagen, ich solle ihn mal in Sibirien besuchen.

Epiktet hat den Satz gesagt, den er auch jetzt sagen würde: "Wir leiden nicht an den Dingen und Ereignissen. Wir leiden an der Bedeutung, die wir den Dingen und Ereignissen beimessen."

Das ist ganz gut, sich das gelegentlich vor Augen zu führen.
Ich schicke den Brief trotzdem ab. Aber ohne zu leiden vielleicht? Mal gucken, was passiert?

Montag, 2. Januar 2012

"Ach je", sagen viele Leute, "gegen die Telekom kommst Du doch nicht an".
Ich will gar nicht angehen. Ich will, dass die im Telekom-Konzern mal aus sich herausgehen und mir den Schaden ersetzen, der mir drei (!) Monate lang zugefügt wurde. So lange hat es gedauert, bis in München und in Schloss Hohenstein jeweils 1 banaler Analog-Telefon-Anschluss störungsfrei stand. 30 Stunden lang habe ich auf Techniker gewartet. Für Freiberufler ist Zeit Geld. Ja, Sie haben recht, für die anderen auch. Aber zum unverbindlichen Angestelltenbewusstsein gehört es, zu denken, es sei das Geld des Chefs. Insofern sei alles egal.

Tja ... wenn weiterhin alle so dächten, würde sich der Strick der öffentlichen Strangulation durch Bürokraten und phantasielose Bedenkenträger immer enger ziehen.

Nachher zur Post also, Einschreiben/Rückschein an den Aufsichtsrat Berlemann. Ja! Weil er so ähnlich heißt. Weil er in der Reihe der Telekom-Ordensträger ganz vorne steht. Das Vornestehen verpflichtet. Persönliche Verantwortung ist das Thema.

Bei dem Herrn, der sich aus mir unerfindlichen Gründen Bundespräsident nennen darf, übrigens auch. Wenn nie jemand irgendetwas sagt, merkelt einfach alles weiter, wie es ist. Stillstand ist Tod.

Samstag, 31. Dezember 2011

Jetzt die Auflösung! Also, denken Sie sich, da sei der Zettel mit der Lieblings-Tier-Geschichte. Sie sehen ... ah, ja ... darunter ist ja noch einer, angenäht ist der, die Fadenenden hängen frei in der Luft ... ziehen Sie den Faden raus, und hervorkommt die Lösung ...

Tier 1 symbolisiert, wie Sie sich zur Zeit sehen, Wie Sie glauben zu sein, bzw. sich oft auch bemühen zu sein.
Tier 2 symbolisiert, wie Sie auf andere wirken, wie andere Sie wahrnehmen.
Tier 3 symbolisiert Ihr inneres Ideal: so wollen Sie im Grunde Ihres Herzens sein.

Damit haben Sie eine Leit-Vision für die nächste Zeit. Pflegen Sie jene Eigenschaften, die Ihnen am dritten Tier gefallen. Lassen Sie sie wachsen.

... ja, das ist ein Spiel mit dem Unterbewusstsein, welches viel mächtiger ist, als unser Bewusstsein, wie wir inzwischen wissen.